Mecklenburgisches Eisenbahn und Technik Museum
Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V.












 

Personenzugtenderlokomotive: 64 007

 


Fabriknummer: 11963

Baujahr: 1928

Fabrikant: A. Borsig, Berlin Tegel


Bauart: 1' C 1' h2

Länge über Puffer: 12.500 mm

Länge über Puffer: 12.500 mm

Dienstmasse: 71 t

Leistung: 950 PSi

Feuerungsart: Rostfeuerung

Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h


Treib- und Kuppelraddurchmesser: 1.500 mm


Laufraddurchmesser vorne / hinten: 850 mm / 850 mm


Indienststellung: 07.05.1928

erste Beheimatung: Bahnbetriebswerk Gronau

Z-Stellung: 31.03.1988

letzte Beheimatung: Bahnbetriebswerk Güstrow

Eigentümer: DB Museum Nürnberg - Leihgabe

nicht betriebsfähig

 

Dieses Fahrzeug kann in der Fahrzeughalle des Museums besichtigt werden.

 


Nach Gründung der Deutschen Reichsbahn wurden die Bemühungen verstärkt, den aus den Länderbahnen  stammenden Lokomotivpark zu vereinheitlichen. Zu den dann „Einheitslok“ genannten Fahrzeugen gehörte auch die Baureihe 64. Diese als Nebenbahnlokomotive konzipierte Tenderlok mit Achsfolge 1’C1’ war auf Grund der Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h in beiden Richtungen auch auf Hauptbahnen einsetzbar.                       
Die Lokomotive 64 007 wurde am 5. Mai 1928 von der „Lokomotivfabrik Borsig GmbH“ in Berlin Tegel mit der Fabriknummer 11.963 ausgeliefert. Der Kaufpreis betrug 104.460,- Reichsmark. Die erste Einsatzstelle ist ab dem 10. Mai 1928 das Bahnbetriebswerk Gronau im Emsland. Über Rheine und Münster kam die Lokomotive am 1. Dezember 1942 ins Bw Waren (Müritz) und somit in die Rbd Schwerin, in der sie bis zum 9. April 1968 mit Stationierung in den Bws Schwerin (12. November 1946 bis 07. Juli. 1948 und 12. Dezember 1961 bis 09. April 1968) und Wittstock verblieb. Nach einem Abstecher in die Rbd Magdeburg, in die Bws Jerichow und Stendal erfolgte die  Ausmusterung im März 1971. Die Lokomotive wurde in die Liste der zu erhaltenden Fahrzeuge aufgenommen. Als nicht betriebsfähige Museumslokomotive übereignete man sie am 14. November 1971 dem Verkehrsmuseum Dresden.                       
Nach „ruhigen“ Jahren erfolgte dann vom 20. April bis zum 20. Juli 1983 die Aufarbeitung im Reichsbahnausbesserungswerk Meiningen. Seitdem zählte die Maschine zu den betriebsfähigen Traditionslokomotiven der Deutschen Reichsbahn.                       
Engagierten Güstrower Eisenbahnern gelang es, die Lokomotive zurück nach Mecklenburg zu holen. Stationiert im Bw Güstrow waren die folgenden Jahre geprägt von vielfältigen Sonderzugeinsätzen. Die Zuführung zum Raw Meiningen am 21. Juli 1987 bedeutete jedoch das jähe Ende als betriebsfähige Dampflokomotive. Irreparable Kesselschäden zwangen zur Stilllegung.                       
Auf vielen Ausstellungen begeisterte die nur noch rollfähige Lokomotive die Besucher. Sie ist inzwischen Eigentum der DB AG. Betreut vom Verein „Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V.“ gelangte die Lokomotive 1998 nach Schwerin und wurde in die Denkmalliste der Landeshauptstadt eingetragen. Durch einen Leihvertrag mit dem DB-Museum Nürnberg ist der Verein Besitzer der historischen Lokomotive.