Mecklenburgisches Eisenbahn und Technik Museum
Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V.

Vergangene Veranstaltungen 


LOOK ~ Der Fashionevent in Schwerin 2013 

Junge Mode und historische Technik, passt das überhaupt zusammen?                       
Diese Frage kann durchaus positiv beantwortet werden, wovon sich auch das modeinteressierte Publikum eindrucksvoll überzeugen konnte.                       
Auf der Suche nach einer besonderen Location hat sich die Designschule Schwerin für die historische Kulisse einer Lokomotivwerkstatt entschieden. Mehrere Jahre haben die Verantwortlichen eine Modenschau in diesem speziellen Ambiente des Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseums Schwerin organisiert.                       
Auch im Jahr 2013 präsentierte die Abschlussklasse im Fachbereich Modedesign der Desingschule Schwerin die Prüfungsarbeiten während einer öffentlichen Show in dieser einmaligen Kulisse. In zwei Durchgängen wurden die Entwürfe der Absolventinnen und Absolventen zu den Themen „Eastwood meets westwood” und „Dresscode” gezeigt. Als Abschluss und Höhepunkt des offiziellen Teils wurde eine besondere Kollektion zum Motto „Black & White” präsentiert. Unter spezieller Beleuchtung kamen die Entwürfe  erst richtig zur Geltung.                       
Den Beweis für das Hohe Niveau der Ausbildung an der Schweriner Designschule traten zwei Absolventinnen des Abschlussjahrganges 2011 an. Die Entwürfe der beiden  Designerinnen sind mitlerweise international bekannt und werden unter dem Londoner Modelabel „Indyanna” auch in Berlin angeboten.                       
Zu den etwa 500 Gästen des Abends gesellten sich die Schirmherrin der Veranstaltung und Oberbürgermeisterin der Stadt Schwerin Angelika Gramkow und Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering mit Gattin Britta. Die Präsentation  wurde ebenfalls von Sabrina Elsner verfolgt, die bei der Fernsehshow  „Germanys next Top Model” Platz 4 erreichte.
Moderiert wurde der Event von der drittplatzierten der Wahl zur Miss Germany 2010, Reingard Hagemann. Auch für ein musikalisches Rahmenprogramm wurde gesorgt. Thea, Teilnehmerin an der Castingshow „The Voice Kids” im Team Tim Bendzko konnte mit ihrem Talent das Publikum überzeugen. Zum Abschluss des Abends feierten die Absolventinnen und Absolventen die gelungene Präsentation die bestandene Prüfung bis in die frühen Morgenstunden.

Medienpreis Sophie 2012 - Sparte Fernsehen 

Der Medienpreis Sophie wird von der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Landesbezirk Nord und der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Die Verleihung erfolgt alle zwei Jahre in verschiedenen Sparten der Medienlandschaft. Ausgezeichnet werden vorrangig Beiträge, in denen politische und gesellschaftliche Probleme in Mecklenburg-Vorpommern dokumentiert werden.                       
Für das Jahr 2012 ging der Medienpreis in der Sparte Fernsehen an Thilo Tautz mit seinem Kamerateam vom Norddeutschen Rundfunk (NDR). Das Team wurde damit für die Fernsehreportage „Die Pendler von Gleis 13” ausgezeichnet.

Begründung der Jury (Zitat von der Einladung zur Preisverleihung):                       
IC, Abfahrt 6:03 Uhr: Eine Woche lang begleiteten NDR-Autor Thilo Tautz und sein Team eine Pendler-Gruppe auf ihrem Arbeitsweg zwischen Schwerin und Hamburg. Bis zu drei Stunden täglich sind die Protagonisten mit Bahn, Bus und manchmal auch noch Schiff unterwegs. Selbstmitleid wird nie laut, stattdessen zeigt sich leise die Erschöpfung durch die langjährigen Strapazen. Eindringlich thematisiert die halbstündige Reportage ein gesellschaftlich toleriertes Szenario, welches zehntausende Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns betrifft auf der Suche nach vermeintlich sichereren, geregelteren und besser bezahlten Jobs in den alten Bundesländern. Und noch etwas zeigt der Film bei allen ewig Reisenden: die Verbundenheit und Liebe zu ihrer Heimat, die sie  nicht verlassen wollen. Zumindest nicht zwischen 20:00 Uhr abends und 6:03 Uhr morgens.                       
Passend zum Thema der Reportage wurde die Preisverleihung in der Fahrzeughalle des Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseums durchgeführt. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung, die am 20.05.2012 stattfand, waren neben den Preisträgern auch die Hauptdarsteller der Reportage unter den Ehrengästen. Unter regem Interesse der regionalen Medien wurden Ausschnitte aus dem Fernsehbeitrag gezeigt und danach gab es vor der Kulisse historischer Lokomotiven diverse Fototermine. Abschluss bildete ein Empfang für Preisträger und Ehrengäste.

Buchvorstellung 2008

Mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft im Jahr 1920 entstand in Deutschland das flächenmäßig größte Verkehrsunternehmen. Um diesen Betrieb verwalten zu können, wurde dieser territorial in Direktionsbezirke aufgeteilt. Diese verwaltungstechnische Unterteilung wurde auch bei der Deutschen Reichsbahn nach 1945 beibehalten. So gab es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR acht Reichsbahndirektionen. Die Leitung einer Reichsbahndirektion (Rbd) wurde von einem Präsidenten übernommen. Jedoch gab es in der Geschichte der deutschen Eisenbahnen eine Ausnahme. An der Spitze der Rbd Schwerin stand seit 1982 bis zur Gründung der Deutschen Bahn AG eine Präsidentin, Frau Renate Fölsch.

Über ihren beruflichen Werdegang bei der Deutschen Reichsbahn hat Frau Fölsch ein Buch geschrieben, das im Jahr 2008 als Band 22 in der Reihe „Schriften zur Geschichte Mecklenburgs” erschienen ist.                       
Die öffentliche Vorstellung dieser Autobiographie fand am 26.04.2008 in Verbindung mit einem Öffnungstag-Spezial in der Fahrzeughalle des Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseums statt. Die Autorin hat vor dem anwesenden Publikum einige interessante Passagen aus dem Buch zitiert. Ergänzt wurde die Buchlesung durch die Präsentation ausgewählter Bilder. Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es eine Autogrammstunde. Dabei signierte Frau Fölsch einige Exemplare des Buches mit einer persönlichen Widmung und es ergaben sich auch persönliche Gespräche zwischen der Autorin und den anwesenden Gästen.

Einmalig bei den Deutschen Bahnen                       
eine Frau als Präsident der Reichsbahndirektion Schwerin

Mit dem Band 22 der Reihe „Schriften zur Geschichte Mecklenburgs” liegt nunmehr eine Autobiographie vor. Es ist die von Renate Fölsch, einer sehr bemerkenswerten Persönlichkeit, mit der zum ersten Mal bei den deutschen Eisenbahnen eine Frau über eineinhalb Jahrzehnte als Vizepräsident und als Präsident verantwortlich wirkte. Sie prägte von 1975 bis 1982 als Vizepräsident und von 1982 bis 1990 als Präsident den Reichsbahndirektionsbezirk Schwerin, der die Gebiete der Reichsbahnämter Rostock, Güstrow und Wittenberge umfasste und in dem 16500 Eisenbahner und Eisenbahnerinnen arbeiteten. Die Erinnerungen einer viele Jahre in der Deutschen Reichsbahn verantwortlich handelnden Führungspersönlichkeit bieten die Chance, Verständnis für wirtschaftliche und politische Prozesse in der DDR im vereinten Deutschland zu  gewinnen.